Das Zusammensetzen von Zuchtpaaren
Natürlich ist eine gute Kondition ist eine gute gesundheitliche Konstitution Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht. Um Fehler bei der zu erwartenden Nachzucht zu vermeiden, sollten wir zunächst bei den Coronas auf eine runde lückenlose Haube (Corona ) wert legen. Fehler wie Fasanenohren, Gegenfedern oder zu großem Mittelpunkt sind auszuschließen. Neben einem guten Typ ist auch auf die Haltung, die sich aus der richtigen Beinstellung ergibt zu achten. Ein wichtiger Faktor ist das Gefieder der Zuchtpartner. Ein gutes Gefieder ist ebenso maßgebend für den Typ oder das Allgemeinbild des Glosters wie kleine Füße oder der kurze Schnabel. Zu lange oder zu breite Schwänze deuten auch auf ein zu langes Gefieder hin und sind von der Zucht nach Möglichkeit auszuschließen.
Bei dem Consort gilt das Gleiche, wie für den Corona .Hier ist aber das Augenmerk auch auf die Kopfform des Consorts zu legen. Es ist nicht immer so, dass große wuchtige Köpfe die schönsten Corona hervorbringen . Im Zweifelsfall ist mir ein Consort der gute Vorfahren im Bezug auf die Hauben hat, immer noch lieber, als ein fehlerhafter Consort mit bulligem Kopf . Oft wird hier dicht an der Grenze zum Norwich gezüchtet um Medaillen zu erringen. Das tut der Rasse aber nicht gut. Wir sollten den Standart im Auge behalten, damit der Gloster seine Schönheit vorteilhaft bringen kann.
Rückblickend ist es für Einige unter uns Glosterzüchtern doch einmal interessant alte Erinnerungen wieder aufzufrischen. Da ich den Gloster seit 1964 züchte und ausstelle gehen meine Aufzeichnungen auch nicht sehr viel weiter zurück. Ich weiß das in den 50 er Jahren ein Züchter Stickließ aus Hamburg Gloster aus England einführte. Dies viel ihm leichter, da er bei der Lufthansa beschäftigt war und die Vögel aus einem Londoner Zoogeschäft nach Deutschland brachte. Hier von profitierte besonders Heinrich Keithahn aus dem Sulinger Verein. Dann haben sich Lothar Schüller und Rudi Passlack sehr um die Einführung dieser Rasse verdient gemacht. Letztere waren als Aussteller in der AZ sehr bekannt während die Züchter Josef Schmeing und Herr Terröde dem DKB zugewandt waren. Das war in den Jahren vor 1960.
Schon damals waren erhebliche Größenunterschiede zwischen den Glostern des DKB und die in der AZ vorhanden. Während die Gloster von den DKB Züchtern in allen Belangen kleiner waren, zeigten sich die Gloster der AZ größer .Die Hauben waren voller und auch im Körper waren sie kompakter .Im Gefieder viel dichter. Lumps, so sagte man seinerzeit war in jedem guten Stamm vertreten. Das mag in Ermangelung von intensiven Partnern gelegen haben, die noch nicht in großer Anzahl vorhanden waren.
Ende der 50 er Jahre hoben Lothar Schüller die erste internationale Glosterspezialschau aus der Taufe . Meine erste Teilnahme war 1962. Nick Barrett war der Zuchtrichter und ich gewann die Intensive Hauben Klasse. Jean Vanderstraeten hatte den besten Gloster der Schau . Aus vereinsinternen Gründen wurde dann die Glosterspezialschau bei den Homberger Vogelfreunden nicht mehr durchgeführt. Inzwischen war ich der AZ Ortsgruppe Ornis Diepholz mit meiner Frau beigetreten . Nach den ersten offenen Schauen wurde dann die eine Glosterspezialschau intregiert. Indirekt bestätigt wurden unsere Bemühungen für eine Spezialschau durch die Übergabe der Homberger - Wanderpokale durch Lothar Schüller im Jahre 1985.Wir haben die Glosterspezialschau dann bis zum Jahre 1992 beibehalten und wenn ich den Worten der vielen Teilnehmern glauben darf, auch mit einigem Erfolg. Leider ging auch dies durch vereinsinternen Gründen zu Ende. Wir hoffen und wünschen das die durch Lothar Schüller ins Leben gerufene Gloster - Schau die heute durch die IG Norwich-Border - Fife - und Gloster ihren Fortgang findet weiterhin Bestand haben wird. Auch wird die Spezialschau in Harsum die 1997 von W.Wedig, H.Rathje, Fr.Tönjes und H.Haake gegründet wurde weiterhin zur Beliebtheit dieser Rasse beitragen.
Bei den nachfolgenden Fotos handelt es sich um Zuchtvögel, die Reihenfolge ist jedoch willkürlich und stellt nicht die entgültige Verpaarung dar.




