Der weisse Gloster
Soll man den Worten einiger Züchter glauben , so ist Weiß das absolute Ende der Zucht. Man hat zu mindestens in den früheren Jahren gezüchtet ,ausgestellt und verkauft , weil man mit diesen Vögeln nicht mehr weiter züchten sollte. Es stellt sich hier aber doch die Frage, wie man zu dem Weissen gekommen ist. Am Anfang stand für den Aufgehellten doch immer der Dunkelvogel und so bin ich der Meinung das der umgekehrte Weg ebenso möglich sein mus . Natürlich ist dieser Weg nicht gerade etwas für den Beginner der Glosterzucht. Es ist ein Umdenken bei der Verpaarung bzw. Zusammensetzung der Zuchtpaare für gute weiße Gloster erforderlich. Voraussetzung ist, wie übrigens für alle Farben in der heutigen Glosterzucht die genauen Kenntnisse der Gefiederstrukturen und Texturen.
Es ist also ein Objekt für den Spezialisten unter den Glosterzüchtern Nie ist es wichtiger Gefiederstrukturen auch unterscheiden zu können als bei den Weißen .Zu grobe Federn einzusetzen bringt überhaupt nichts. Deshalb verpaare ich nie einen Weißen mit einen Gelben. Die Folge wäre ein sprödes langes Gefieder. Der beste Weg ist immer der weißgrundige Schiefer , es sei denn man hat einen intensiven Weißen als Partner. Nun werden sicherlich viele Glosterzüchter der Meinung sein, dass es intensive bei den Weißen nicht gibt. Dazu muss ich sagen, dass diese Züchter noch nie einen weißen Gloster gegen das Tageslicht gehalten haben. In der Fahne (dem Ende der Feder )aber auch im Kleingefieder findet man alle Merkmale die im Vergleich zu intensive Grüne stehen. Auch ist es möglich, dass beim Anblasen der Weißen aber auch Gelben das Untergefieder regelrecht schwarz erscheint. Farblich verpaart mit ¾ Gelbschecken erhält man farblich recht gute Jungvögel. Natürlich muß der Typ stimmen, ansonsten kann man es gleich vergessen. Deshalb ist der weiße Positurkanarienvogel in der Zucht anders zu handhaben als in der Farbkanarienzucht.
Ich wünsche viel Erfolg.
Euer Heinrich
