Hallo liebe Freunde. Ich möchte meiner Hompage eine weitere Seite beifügen und hier die Farben des Glosters beschreiben. Die Farben des Glosters. Als ich vor einigen Jahren in den Wintermonaten begann, einmal alle Erfahrungen, die ich bezüglich derFarbvariationen des Glosters gemacht habe, wußte ich seinerzeit noch nicht,dass ich einmal alles in meiner eigenen Hompage niederschreiben würde. Ich werde versuchen die einzelnen Farben des Glosters in seiner Vielfalt zu beschreiben. Den Anfang möchte ich wegen seiner Wichtigkeit in der Zucht mit dem Intensiven machen
Es war lange Zeit still um den intensiven Gloster. Erst in den vergangenen Jahren ist er wieder häufiger auf den Schauen zu sehen. Aber nicht alle dort gezeigten Gloster sind oder waren wirkliche Intensive. Kenner der Materie werden sicherlich gemerkt haben ,dass es sich oft um gut ausgefärbte Schimmelvögel gehandelt hat. Der Intensivfaktor zeigt sich beim Hahn stärker als bei der Henne. Rückblickend dadurch zu erklären, dass beim Kanariengirlitz oder auch Kanarienwildling genannt spezifische Geschlechtsunterschiede existieren. Wie bei allen Wildvögeln ist der Hahn intensiver gefärbt als die Henne, Im Laufe der Domestikation des Kanarienvogels setzen geschlechtsspezifische Merkmale ihre Funktionen aus. So ist der Intensivfaktor nicht mehr geschlechtsgebunden. Danach kann nach dieser Verlustmutitation der Hahn wie auch die Henne intensiv gefärbt sein. Hierbei ist festzustellen,dass gerade die Hennen im Nackenbereich mit einem hellen Streifen versehen sind. Züchter erkennen dies als ein sicheres Merkmal bei der Bestimmung des Geschlechtes. Bei uns Glosterzüchtern sieht es nun ein wenig anders aus als bei einem Farbenzüchter. Die Positurkanarienzüchter haben sich nach anderen Kriterien zu richten. Würden wir z.B.versuchen, in jeder Generation Intensiv x Schimmel zu verpaaren, so hätte dies einen Verlust an Typ und Corona in der Qualität zur Folge. Ich habe immer den Grundsatz verfolgt, nur in etwa jeder dritten Generation Intensive in einer Blutlinie aufzunehmen. In der Folge dann wieder B x B Verpaarungen vorgenommen. Wer diesen Grundsatz nicht beachtet ist sehr schnell wieder aus den Siegerlisten verschwunden. Die Erfahrungen haben gezeigt,dass intensive Hähne ihre Farbe schneller und wohl auch besser vererben als Hennen. Um die Farbe zu verstärken hatte man in der Vergangenheit versucht, die Intensiven (Hähne) doppelfaktorig zu züchten. Also hat man Intensiv x Intensiv verpaart. Der Erfolg war, dass nur wenige Jungen das Licht der Welt erblickten, da hier der Letalfaktor zum tragen kam. Ich selbst habe mit Erfolg den Versuch gemacht, Hennen, die man schon als Intensivvögel ansprach ( Schimmelansatz im Nacken) mit sehr stark gefärbten Intensiven zu verpaaren. Da ich zwei Consorts nahm brauchte ich den Verlust von Jungvögel nicht so sehr befürchten. Ich bekam 4 fantastisch intensiv gefärbte Junge. Von beiden jungen Hähnen habe ich Nachzuchten bekommen.Von den Hennen nicht. Das die Hähne toll vererbt haben in der Farbe ,aber im Typ sehr stark nachließen, hat mich nicht so sehr gestört, weil ja das Ziel der Verpaarung eine Verbesserung der Farbe war. Ich habe es aber in der Zukunft bei den sogenannten Einfaktorigen belassen ,weil der Weg um wieder zu einem guten Typ zu kommen zu weit war. Natürlich hängt in der Zucht ebenfalls viel von der Federstruktur / Textur ab. Hier gibt es bekanntlich verschiedene Abstufungen und Variationen, die beachtet werden müssen. Beachtet werden sollte die Feder nach: weich bis hart / schmal bis breit / rauh bis zart /kurz bis lang / grob bis fein /oder schwer bis leicht. Wer diese natürlichen Unterschiede nicht mit einbezieht , fällt als Positurkanarienzüchter sprich Gloster mit einiger Sicherheit auf den Bauch.Die Ursache ist darin zu suchen,dass in der Vergangenheit oft außerhalb dieser Grundregel verpaart wurde.Teils aus Unkenntniss,aber auch aus Ermangelung von guten Intensiven
Wie verfahre ich also in der Zucht? ich setze meinen besten Intensiven Hahn an meine formschönste Henne. Die Henne sollte nicht zu blass in der Farbe sein. Es darf in diesem Falle ruhig eine Henne sein , die für eine Verpaarung B x B nicht mehr in Frage kommt. Also etwas lockerer im Gefieder ,natürlich vorrausgesetzt ,dass der Hahn ein kurzes ,hartes Gefieder besitzt Aus dieser Verpaarung erwarte ich nicht unbedingt Schauvögel, aber wenn man die besten B - Hennen wieder an B - Hähne setzt, ist der Erfolg oft ein sehr guter Schauvogel. Die intensiven Hähne ,die ein zu langes weiches Gefieder haben ,müssen ausselektiert werden denn sie sind für die Verpaarungen an B- Vögel nicht mehr geeignet. Zum Schluß sei gesagt das der Züchter, der sich an diese Regeln hält, viel Geduld aufbringen muß.Wer den schnellen Erfolg sucht, ist praktisch jedes Jahr am Zukaufen und kann an einem vernünftigen Stammaufbau mit guten Intensiven ect,nicht denken. Der Intensive ist sehr wichtig, aber man muß auch sinnvoll und mit den nötigen Kenntnissen mit ihm umgehen. Nicht jeder Intensive ist ein Zuchtvogel. Ich habe mich hier nur auf das Wesentliche beschränkt, meine Aufzeichnungen sind noch um " Einiges " länger,würde aber hier zu weit führen.
