Willkommen auf der Homepage von Heinrich Haake

Gloster Spezialzucht

Das Immunsystem unserer Kanarien !

Das Immunsystem ist eine wunderbare und faszinierende Einrichtung in allen Körpern und es bedarf einer sehr intensiven Pflege. Wir sehen es bisher als selbstverständlich an, dass der Körper von Mensch und Tier erkennen kann was zu ihm gehört. Fremdkörper also auch nicht ungehindert eindringen lässt und es abwehrt. Es nutzt dem Körper Nahrung und Sauerstoff. Gifte, Bakterien und Viren schaden dem Körper und werden abgewehrt. Eigentlich macht man sich erst dann Gedanken wenn über das Abwehrsystem wenn eine Krankheit ausgebrochen ist und Mensch oder Tier nicht damit fertig werden. Das Funktionieren des Immunsystems ist eben nicht selbstverständlich, dafür muss man etwas tun .Der Mensch macht es von sich aus. Der freilebende Vogel ebenfalls. Für unsere im Käfig oder Volieren lebenden Kanarien sind wir Züchter oder Halter durch eine ausgewogene Ernährung verantwortlich. Überall---auch bei uns in den Vogelstuben können urplötzlich Krankheiten auftreten. Die Wissenschaft wird sehr schnell einen Namen für die Krankheit finden. Wir aber kennen sie nicht und unsere bekannten Sulfonamiden und Antibiotika helfen nicht mehr. Erreger, häufig auch Viren, sind nicht bekannt weil sie bisher unbemerkt durch das Immunsystem vernichtet wurden. Der Mensch aber setzt unsere-seine Umwelt voller Gifte. Dies gilt für die Luft als auch für den Boden .Um des Erregers willen wird die Ackerfläche chemisch behandelt. Heilpflanzen und Kräuter werden durch Spritzen vernichtet. Hinzu kommt noch das ständige Kuren der Züchter zu jeder Jahreszeit, insbesondere aber vor der Zucht,--krankheitsvorbeugend soll es sein-In Wahrheit ist es eine Überdosierung von Medikamenten. Hierdurch wird aber nun das Immunsystem völlig zweckentfremdet und lahmgelegt. Mit normalen Situationen wird der Körper allein fertig. Um dieses zu erklären, stellen sie sich einfach einmal vor, dass ein fremdes Land ein schwer bewaffnetes Heer ausschickt um uns zu vernichten. Seine Soldaten überschreiten unsere Landesgrenze. Diese feindlichen Soldaten nennen wir Antigene, sie sind Krankheitsbakterien oder bestimmte Strukturen auf deren Oberfläche sie in den Vogelkörper eindringen um dort Krankheiten hervorzurufen. Die Grenze die sie überschreiten sind das Federkleid, die schützende Haut oder die Schleimhäute im Rachen. Was passiert nun weiter, das überfallende Land hat an seiner Grenze und auch im Inneren seine Grenzpolizei aufgestellt sowie auch überwachende Schützer die sofort melden, dass fremde Soldaten die Grenze überschritten haben, das sie gefährlich sind und vernichtet werden müssen, weil sie sonst alles zerstören würden. Diese Eindringlinge im Körper(Antigene, Krankheitserreger und Bakterien) werden nun von den körpereigenen Wächtern an ihrem Aussehen identifiziert. (Oberflächenstruktur) Diese eigenen Wächter werden Makrophagen oder auch Fresszellen genannt. Wir alle kennen sie auch unter den Namen "Weiße Blutkörperchen " Es gibt sie in vielfältiger Gestalt in allen Geweben des Körpers. Überall haben sie die gleiche Aufgabe fremdes Material zu vernichten, es aufzulösen und ab zu transportieren. Dabei kann es passiere, dass sie selbst ums Leben kommen und dann von anderen Fresszellen gefressen und wegtransportiert werden müssen. Es ist leicht zu verstehen ,dass eine Übermacht der " Feinde " für den Körper gefährlich werden kann, wenn nicht genügend Fresszellen zur Verfügung stehen, oder aber diese Zellen bei einem Gegenangriff selbst vernichtet werden, der Körper aber nicht in der Lage ist, schnellstens neue Fresszellen heranzuzüchten. Die Fresszellen bringen nun einige der eingedrungenen und eingefangenen Antigene zu einer anderen Gruppe von Helferzellen den Lymphozyten. Eine Gruppe der Lymphozyten werden in der Umgebung von Antigenen regelrecht eingefangen damit sie schnell Antikörper bilden können um mit der Krankheit fertig zu werden. Antikörper sind spezielle Eiweißverbindungen die sich mit den Antigenen verbinden um sie zu neutralisieren und unschädlich zu machen. Danach werden sie von den Fresszellen abtransportiert. Eine andere Gruppe der Lymphozyten hat die Aufgabe sich das Aussehen der Antigene zu merken (Antigene = Krankheitskeime) um später wenn wieder ein Angriff der gleichen Feinde erfolgt (erneute Infektionen) viel schneller reagieren kann. Diese Fähigkeit nennen wir dann resistent gegenüber der Krankheit. Man sollte nun auch noch wissen wo die Fresszellen und Helferzellen gebildet werden. Die Fresszellen stammen aus dem Knochenmark, die Helferzellen, ihre Vorstufen und die verschiedensten Ausformungen entstehen in der Thymusdrüse. Diese liegt am Hals entlang bis zur Kehle, die Bursa oberhalb der Kloake und kommt nur bei unserem Vögeln vor. Ich denke dass ich es bei diesen einleitenden Ausführungen belassen sollte um uns im nächsten Kapitel mit der Stärkung des Immunsystems mittels ausgewogener Fütterung zu befassen.

Gesund und bereit für eine gesunde Nachzucht



Stärkung u. Pflege des Immunsystems.


Es gibt viele Wege das Immunsystem zu stärken und zu pflegen .Für mich ist und bleibt wohl auch das wichtigste Immunorgan die Leber . Deshalb soll auch hier das Hauptaugenmerk darauf legen. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, die Reste der Trümmer von abgebauten Körperzellen die überaltert oder von Krankheiten befallen waren aufzufangen und abzuarbeiten. Das Gleiche gilt für vorbeischwimmenden Krankheitserregern .Das machen Zellen die Kupffersche - Sternzellen genannt werden .Diese sind mit Armen ausgestattet, die in den Blutstrom hineinragen und Fremdkörper sowie giftige Moleküle ertasten einfangen und vernichten . Diese Zellen sind die Fresszellen des Immunsystems ( Phagozyten ) die sich festgesetzt haben. Sicherlich gibt es noch mehr Erklärungen, die eine sorgsame Behandlung der Leber befürworten. Ich kann mir aber denken, dass manch einer der Züchter unsicher wird und auch Angst bekommen wird bei der Versorgung seiner Vögel. Das braucht aber absolut nicht der Fall sein. Wir müssen uns nur angewöhnen gezielt zu füttern, zu versuchen immer wieder die Nährstoffe zu reichen die der Körper braucht, dabei aber immer darauf bedacht sein, wie groß oder klein eine Vogelleber nur sein kann. Ich habe bewusst mit diesen kleinem Artikel die Leber an die erste Stelle gesetzt, weil wir in der Mariendistel ein vorzügliches pflanzliches Mittel zur Hilfe bei der Entgiftung der Leber zur Verfügung haben. Ich habe wenn die Leber sehr stark bei dem anpusten der Bauchdecke stark ( dunkel ) sichtbar ist schon regelrechte Kuren mit Mariendisteloel gemacht . Mit aller Vorsicht das versteht sich denn dieses Oel ist sehr konzentriert. Etwas was ich den Züchtern nicht vorenthalten möchte,ist das Verfüttern von Blütenpollen. Für viele Züchter ist es schon inzwischen so etwas wie ein Geheimtipp geworden. Wer täglich ein ½ Gramm pro Vogel zur Aufnahme bewegen kann hat den täglichen Bedarf an Grundstoffen für einen Vogel fast erreicht. Es ist eben mehr als nur ein Zusatzfutter. Wer täglich seine Vögel nur mit den üblichen Körnerfutter versorgt darf sich als Züchter über schwere Ernährungsschäden , unbefruchteten Gelegen und Krankheiten nicht wundern. Mit Blütenpollen kann man dem weitgehend vorbeugen da sie fast alle Nähr u. Aufbaustoffe in einer wunderbaren Mischung beinhalten. Sie eignen sich insbesondere für die Züchter, die nicht in der Lage sind Sämereien oder Heilkräuter der Natur zu entnehmen, oder auch ängstlich sind und die Gefahr einer chemischen Vergiftung aus dem Wege gehen wollen. Es ist faszinierend die Analyse der Zusammenstellung der Inhaltsstoffe kennen zu lernen. Die nachfolgende Aufstellung ergibt: 20 verschiedene Aminosäuren(darunter alle Essentiellen) Die Vitamine A , D , u. E Den gesamten B - Komplex , sowie das Vitamin C

Die Aufstellung der Mineralien / Spurenelemente ergibt: Bor , Chlor , Chrom, Eisen , Kalium , Kupfer , Magnesium , Mangan , Natrium , Phosphor , Schwefel , Silizium , Zinn. Darüber hinaus Enzyme , Hormone die besonders auf die Sexualität wirken. Außerdem Wachstumsstoffe und natürliches Antibiotika. Die Zusammensetzung von Pollen sind je nach der besuchten Blütenpflanzen und die Wirkungen der verschiedensten Stoffgruppen sind wissenschaftlich genau erforscht. Deshalb ist es für uns wichtig zu wissen, dass Blütenpollen nicht gleich Blütenpollen sind .Sie sind umso wertvoller wenn die Bienen so viel verschiedene Blüten wie möglich abernten. Daher kann die Farbe der Pollen verschiedenartig sein. Blütenpollen sind das Futter mit dem die Bienen ihre Larven großziehen, das ist nur möglich wenn alle Aufbaustoffe für die junge Biene vorhanden sind. Deshalb ist abgewandelt für uns Züchter eine abgewogene Nährstoffversorgung für das Vogelei wichtig. Seit dem Blütenpollen verwendet wird , ist ein Absterben des Embryos im Ei Vergangenheit. Diese Ausführungen sind nur auf die für uns Züchter wichtigsten Faktoren abgestimmt. Natürlich soll bei der Versorgung und zum Schutze des Immunsystems nicht auf Obst, Grün und Wildsämereien verzichtet werden, nur wer seine Vögel zur Aufnahme von Blütenpollen bewegen kann ist vielen Züchtern um die berühmte Nasenlänge voraus.

Ich wünsche alle Züchter den erhofften Erfolg